Anti Anti: Toller Song von Bonaparte; darüber hinaus hohe Bedeutung für linke Politik (Antirassismus, Antifaschismus, Antiheteronormativität). Konserven regen sich immer auf „seid doch nicht immer so negativ“ – wissen aber meistens gar nicht was die Wörter bedeuten. Wörter ohne Anti (z.B. Feminismus) gefallen ihnen dann auch nicht. Klingt komisch, ist aber so.

Aktionsgemeinschaft: Verteilen gerne Kipferl im Wahlkampf und zeichnen sich ansonsten durch studierendenfeindliche ÖVP-Marionettenpolitik aus. Ihre Verbundenheit zur Heimat zeigt sich in ihrer liebe zu Tracht. Wobei zu deren Verteidigung auch mal zu rassistischen Argumenten gegriffen wird. In der Mensa wollen sie nur „österreichische“ Lebensmittel. Die Milch also lieber aus Bludenz als aus Bratislava herankarren… Nationalismus ist unlogisch. AG Wählen auch.

Basisgruppen: Basisdemokratisch organisierte Studierendenvertretungen mit klar politischem Anspruch. Sollts eigentlich an der BOKU auch geben. Alle Macht der Basis!

Cineplexx: Jedes Jahr müssen viele Erstsemestrige der BOKU ihre Vorlesungen im Kino anhören. Am Arsch von Wien unter widrigen Bedingungen. Die Blüten der Unterfinanzierung des österreichischen Bildungssektors. Aber hey… zahlen wir doch Studiengebühren, dann wird alles besser. Ganz bestimmt!

Demokratie: bedeutet für uns radikale Selbstbestimmung der Individuen. Weg vom Kreuzchen machen, hin zum gemeinsamen reflektieren, diskutieren, handeln und umsetzen!

Ecological Economics: Umweltfreundliche Ökonomie … oder so. Hängen immer noch am Paradigma, dass sich alles monetär bewerten lässt. Aber zumindest wissen wir jetzt wie viel es uns kosten wird wenn wir die Meere mal leer gefischt haben ;)

Feminismus: Alle Männer werden in Käfige gesperrt und kastriert. Ganz im Ernst!
Ohhh… war wohl gerade im paranoiden Paralleluniversum, welches von Männern bewohnt wird, die Angst haben ihre Privilegien zu verlieren. Zurück zur Realität: Der Begriff Feminismus bezeichnet heterogene Denkansätze und Theorien, deren gemeinsamer Ausgangspunkt das Aufbegehren gegen die Identifizierung von Frauen als einer Männern nachgeordneten Gruppe ist. Ziel ist die Veränderung der Lebenssituation von Frauen als auch der Strukturen, die eine Nachrangigkeit von Frauen hervorbringen. (ergänzend die Male Privilege Checklist)

Fachschaftsliste: Stellten die vergangenen zwei Jahre die absolute Mehrheit in der Universitätsvertretung. Sind weder „links“ noch „rechts“ sondern irgendwo zwichen „wir wünschen euch einen schönen Sonntag“ und „gegen HC Strache“. Kurt Tucholsky meinte ‚wer nach allen Seiten offen ist, kann nicht ganz dicht sein‘ . Gefördert wurden von der letzen Exekutive unter anderem pseudowissenschaftliche Homöopathieseminare, esoterische Dragon Dreaming Einheiten oder eine sündteure Science Busters Vorführung zur öffentlichen Belustigung. WTF?

Gras: genauer gesagt bagru*gras*boku. Wir wüssten zwar nicht wo sich die Basisgruppen an der BOKU verstecken, welche die gras ihrem Namen nach vertreten will; aber wer nimmt das schon so genau? In den letzten zwei Jahren quasi vom Erdboden verschwunden. Wir hoffen, das ändert sich wieder! Denn für eine linke und pluralistische ÖH braucht es motivierte Grasis ;)

Häschen: Häschen, Hündchen, Kätzchen, Pokemons und kleine Kinder ziehen sich allesamt durch unsere Layouts. Sie sind süß. Wer liebt sie nicht?

Interesse der Studierenden: Oft wird von Konservativen und Rechten gefordert die ÖH soll sich nur für die „Interessen der Studierenden“ einsetzen. Ziel ist dabei die Delegitimierung von politischem Engagement. An den Unis studieren nicht nur weiße, gut situierte, junge Männer; gesellschaftliche Diskriminierungs- und Ausschlussmechanismen machen nicht an den Toren der Unis halt! Engagement über die Tellerränder der Bildungspolitik hinaus ist daher für uns unverzichtbar.

Jungle World: Ne coole, linke Wochenzeitung (http://jungle-world.com/). Schreiben unter anderem auch zu Ökologie-Themen. Einfach mal reinschaun.

Kein Mensch ist illegal: Die Illegalisierung von Menschen ist einfach zum Kotzen. Wie wiederlich ist es überhaupt dass die bloße Existenz eines Menschen zum Verbrechen wird? Antirassistische Projekte und Initiativen aus der ÖH heraus zu stärken und zu unterstützen ist für uns selbstverständlich! Dem schlichtweg menschenverachtenden Rassismus al á FPÖ gilt es genau so entgegenzutreten wie der staatlichen Abschiebepraxis.

Kapitalismus: Wir sind gegen Kapitalismus und auch gegen verkürzte Kapitalismuskritik. Also keine Gleichsetzung von „Finanzkapital“ mit irgendwelchen Menschen. Es geht uns nicht um die „Banker“ und „Bonzen“ sondern um das gesamte katastrophale System der Ausbeutung und Unterdrückung. Weg von einem System, dass Menschen verhungern lässt, obwohl im Überfluss vorhanden ist. Weg von einem System, in dem die Automatisierung von Arbeit nicht mehr Freizeit für die Menschen bedeutet sondern die Schikanierung im AMS und das Leben unter der Armutsgrenze.

KSV-Lili: „Wir sind auch nicht die Guten, die „Guten“ vielleicht, weil es mehr gibt als gut und böse, richtig, falsch, schwarz und weiß. Unser Pluralismus heißt nicht, dass alles egal ist und Toleranz für Intolerante gibt es nicht. Es geht nur nicht darum, dass alle einer Meinung sind. Und weg mit Hierarchien, mit „aufgenommen werden“ irgendwo.“ Diese Zeilen waren 2011 Grund genug neugierig zu werden und bei einem Plenum bei KSV-Lili vorbei zu schauen. War anfangs alles neu und aufregend so war schnell klar, hier organisieren sich Menschen mit klaren, linken Grundsätzen und dem Anspruch diese in- und außerhalb der ÖH zu vertreten. Gerade von der BOKU waren wir es nicht gewöhnt, dass man über antifaschistisches Engagement oder über feministische Grundsätze, welche weit über den Tellerrand anderer Fraktionen reichen, nicht diskutieren muss, sondern diese als Fundament der politischen Praxis angesehen werden. Wir sehen uns als gleichberechtigter Teil der pluralistischen und durchwegs heterogenen Uni-Gruppen des KSV-Lilis und profitieren insbesondere von der vielfältigen und langjährigen Erfahrung der Gruppe als Teil der linken Exekutive der ÖH Uni Wien. Gerade weil wir hier erkennen, dass politische Arbeit auch Spaß machen kann und etwas verändern kann schöpfen wir daraus auch die Energie um für eine linke ÖH BOKU zu kämpfen.

KSV/KJÖ: Zu jedem Wahlkampf das selbe Spektakel und die selben verwirrten Gesichter: Wieso gibt es zwei KSVs? Vergleiche mit der judäischen Volksfront und der Volksfront Judäas sind sicherlich lustig, verstellen jedoch den Blick auf die inhaltlichen und organisatorischen Unterschiede. Wir halten nicht viel von Sozialismusfolklore, wir sind auch nicht der Meinung dass man Lenin gelesen haben muss, wir erkennen beim besten Willen nicht die revolutionären Arbeiterklassen und glauben auch nicht dass die Imperialistenschweine für all die Übel in der Welt verantwortlich sind. An der BOKU gab es 2011, wie an vielen anderen Unis Scheinkandidaturen von Seiten des KSV/KJÖ. Mitgliedern der Wahlkommissionen wurden mit Klagen bedroht, sollten sie sich nicht im Sinne der stalinistisch angehauchten KSV/KJÖ handeln. Der damalige Spitzenkandidat ist uns weder vor noch nach der Wahl jemals wieder über den Weg gelaufen. Desshalb: nur wo Lili draufsteht steckt ein emanzipatorisches, antihierachisches Selbstverständnis drinnen.

Luxus: lieben lernen. Ausschlafen statt Leistungszwang. Schlemmern statt Gürtel enger schnallen.

Mobilität: Eine Citybikestation an der Türkenschanze? Von uns aus. Wir haben aber noch einiges mehr zu sagen: Mobilität ist ein Menschenrecht welches allen unabhängig von der ökonomischen Situation zugängig sein muss. Freifahrt für alle anstatt existenzgefährdender Strafen!

Nachhaltigkeit: Sagt die nachhaltige Zwetschke zum nachhaltigen Bremsklotz: „Ganz schön nachhaltig siehst du aus!“. Da kann der nachhaltige Benzinmotor nur nicken und strickt weiter an seiner ziemlich nachhaltigen Eierspeise. Nachhaltig. Nachhaltig. Nachhaltig.Lili glaubt dass eine kritische Auseinandersetzung mit dem Konzept der Nachhaltigkeit mehr als notwendig ist, verkommt es denn mehr und mehr zu einem geradezu dogmatischen Schlagwort des „grünen“ und „sozialen“ Kapitalismus.

ÖH: „die“ ÖH gibt es nicht. Es ist einerseits zwischen den verschiedenen Ebenen zu unterscheiden: Die Studienvertretungen, die Universitätsvertretungen und die Bundesvertretung. Anderseits zwischen den politischen Ausrichtungen verschiedener ÖHs. Linke und progressive Kräfte sind dabei auf allen Ebenen zu unterstüzen, denn die ÖH ist keine Serviceeinrichtung sondern eine politische Interessensvertretung, welche laut und kämpferisch auftreten muss.

öKo-Lili: Das sind wir =)

Prekariat: Am Ende des Monats kein Geld mehr am Konto. Kein Parmesan für die Pasta. Das Geld fürs Semesterticket nicht flüssig weil die Studiengebühren fällig waren. Kein Zeit für die Prüfung zu lernen weil man in einem mies bezahlten Beschäftigungsverhältnis steht. Willkommen im (studentischen) Prekariat.

Queer: is an umbrella term for sexual and gender minorities that are not heterosexual, heteronormative, or gender-binary.

Repression: Ob bei kafkaesken, existenzbedrohenden Prozessen gegen Tierschützer_innen und andere politische Aktivist_innen; Abschiebungen von politisch aktiven Asylwerber_innen, der gewaltsamen Räumung der besetzen Versuchsgärten in Jedlersdorf durch einen von der BOKU engagierten Sicherheitsdienst oder der bedrohlichen Polizeipräsenz mitsam Videoüberwachung bei sämtlichen Demos die irgendwie nach „links“ riechen – (staatliche) Repression ist überall dort zu finden wo sich Menschen gegen die herrschenden Verhältnisse wenden und etwas verändern wollen.

Sexismus: Gerade an der (ÖH-)BOKU sind sexistische Äußerungen gang und gäbe. Aussagen wie „Frauen können nicht…“, das ständige unterbrechen von Mackern, das kommentieren das Frauenraums im HdS als Küche oder dezidiert antifeministische Forderungen wie „wo bleibt das Männerreferat?“ nerven! Sexismus und Antifeminismus sind nicht tolerierbar. Der Einfluss des Frauenreferats gehört gestärkt um Diskurs und Selbstermächtigung voranzutreiben.

TüWi und Hofladen: ein selbstverwalteter, nicht wegzudenkender Bestandteil der Türkenschanze. Das Fortbestehen muss unter allen Umständen gesichert werden. Was wär die BOKU ohne das Bier nach der Prüfung im TüWi?

Universitätsvertretung: Besteht momentan aus sechs Mandatar_innen der Fachschaftsliste, drei der AG und zwei der Gras. Ein wenig linker Esprit und Diskussionsfreude würde nicht schaden. Dafür brauchen wir eure Unterstützung!

#Unibrennt: Riesige Bildungsprotestbewegung im Jahre 2009. Wurde von der Regierung unter dem damaligen Minister Hahn (jetzt EU-Kommissar) und der späteren Ministerin Karl (jetzt Justizministerin) erfolgreich ausgessessen. Zehntausende Studierende gingen auf die Straße – viele wurden politisiert und engagieren sich seither in verschiedenen bildungs- und gesellschaftspolitischen Kontexten.

Vergessen: An der BOKU hängen immer noch Gedenktafeln für „unsere Helden“ der beiden Weltkriege. Trotz der unbestrittenen Rolle der BOKU als Schmiede der Nationalsozialisten wird den Opfern des NS-Regimes nirgendwo gedacht. Bei den 140-Jahr-Feierlichkeiten wurde dieses Thema so gut wie ausgelassen. Wir fordern auch 70 Jahre nach der militärischen Niederschlagung des NS-Regimes: „Kein Vergeben, Kein Vergessen und eine ehrliche Aufarbeitung der eigenen, dunklen Vergangenheit“. Der um sich greifende Antisemitismus, Antiziganismus und Rassismus führt vor Augen dass ein Schlussstrich unter die Geschichte mit Nichten sangebracht ist.

Wahlen: Vom 14. – 16. Mai brauchen wir deine Stimme für eine linke und kämpferische ÖH-BOKU.

Xylophon: oder fällt euch was anderes ein?

Y – ähhm.. ja…y?!

Ziviler Ungehorsam: Durch einen symbolischen, aus Gewissensgründen vollzogenen, und damit bewussten Verstoß gegen rechtliche Normen zielt die handelnde Person mit einem Akt zivilen Ungehorsams auf die Beseitigung einer Unrechtssituation. Denn wenig kotzt so sehr an wie kadavergehorsamer Rechtspositivismus um damit Abschiebungen, Delogierungen und andere Grausamkeiten zu legitimieren.