Archiv der Kategorie 'Termine'

8.Mai

Unser Dank gilt den Alliierten, Deserteuren, SaboteurInnen, PartisanInnen, allen, die Sand im Getriebe der Wehrmacht waren! Einen schönen Tag der Befreiung! Gegen Antisemitismus, Antiziganismus und Homophobie – auch 68 Jahre danach – kein Schlussstrich unter die Geschichte!

Thank You, Merci, Спасибо!

19:30 Film „Ich war 19″:
https://www.facebook.com/events/158219897677676/

Danach: [OpenAir] Fest der Befreiung zum 8.Mai:
https://www.facebook.com/events/497085017005243

Solidarität mit den Refugees!

Samstag 16:00 Westbahnhof! Solidarität mit den Refugees!

Ob staatlicher Rassismus in Form von nächtlichen Räumungen, Verhaftungen und Abschiebungen; menschenverachtende Propaganda und Anzeigen gegen Aktvist_innen von Seiten der parlamentarisch organisierten Rechtsextremen; ein darauf aufbauender rassistischer Aktionismus von Seiten der neuen Rechten; und das rechtspositivistische Schweigen der Sozialdemokratie unter gleichzeitiger Zustimmung zu sämtlichen Verschärfungen im Asyl- und Fremdenrechtsgesetz in den lezten Jahren – Österreich zeigt seine rassistische Fratze in vielen Formen, welche wir nur mit aktiver Solidarität gegenüber den Refugees und ihren Forderungen beantworten können.

Auf die Straße.

Jedes Jahr die selbe Scheiße

Noch 6 Tage – Offizielles Mobi Video des noWKR-Bündnisses. Auf die Straße – gegen die österreichischen Zustände!

Nicht nur Bildung ist eine Ware, auch Studierende sind es

Wir rufen zur Teilnahme an der Demonstration am 5.12. auf: 16:00 Uni Wien

Demo gegen die Studienplatzbewirtschaftung, Konkurrenz, Rassismus und autoritären Kapitalismus!

Als die damalige Bildungsministerin der schwarz-blauen Regierung, Elisabeth Gehrer von „Weltklasseuniversitäten“ sprach, zeigte sich schon bald was damit gemeint ist: Das von der Regierung unter zentraler Mitarbeit von Sektionschef Höllinger (SPÖ) verabschiedete Universitätsgesetz 2002 (UG 02) brachte Studiengebühren, Verschlechterungen im Studienrecht und eine nachhaltige Entdemokratisierung mit sich. Dazu gehörten „effiziente“, flache Entscheidungsstrukturen mit – nahezu unbeschränkten – Durchgriffsrecht von oben nach unten. Vom allmächtigen Rektor herab, der sich ausschließlich dem Universitätsrat – Vertreter_innen der Regierung und des Kapitals, vulgo Unternehmer_innen – und einem politisch mit Professor_innen-Mehrheit ausgestatteten Senat zu verantworten hat: Die übliche Trias eines Unternehmens: Vorstand, Aufsichtsrat, Beratungsstab.

Was ist eigentlich das Produkt des Unternehmens Universität?

Die freie Studienwahl und die Kapazitäten für diese stehen schon seit mehreren Jahren zur Disposition: Ungeachtet der schon immer vorhandenen Zugangsbeschränkung Matura, begann die Einschränkung der Entscheidungsfreiheit – einer Freiheit die keine ist – mit der schleichenden Einführung von Knock-Out-Prüfungen in den zunehmend verschulten Curricula der Bologna-Prozess-konformen Studienarchitektur. Es folgten offizielle Zugangsbeschränkungen in Studienfächern, die – vermeintlich – zu viele Interessierte aus den EU-Staaten inskribierten. Der „Notfallparagraph“ 124b, der 2007 eingeführt wurde, erlaubte den Rektoraten, Zugangsprüfungen in einzelnen Fächern per Antrag an das Wissenschaftsministerium zu verordnen. Mit der Einführung der STEOP (Studieneingangs- und Orientierungsphase) seit dem Wintersemester 2010/2011 – bei der von „Orientierung“ nur im Sinne davon gesprochen werden kann, dass sich die überflüssigen Studierenden anders zu orientieren hätten – ist ein geeignetes Instrument geschaffen worden, das der Selektion in allen Studienfächern dient. Auch in Studienfächern, die nicht „überlaufen“ sind, also in solchen, deren Ausfinanzierung weder der Regierung noch den Universitätsleitungen opportun erscheint. Mit der nunmehr geplanten Studienplatzbewirtschaftung ist ein geeigneter Rahmen für diese Selektionsinstrumente geschaffen worden. Die kommenden Beschränkungen in 44 Fächern sind der Testlauf für ein System, das bald flächendeckend die vormals „freie“ Studienwahl beenden wird.

Damit drängt sich die Frage auf, in welchem Zusammenhang diese Maßnahmen mit der „Weltklasseuniversität“ stehen. Die Antwort darauf ist gleichermaßen einfach wie menschenverachtend, so wie das kapitalistische System eben funktioniert: Ein Unternehmen hat eben nicht nur eine Unternehmensführung und Ressourcen, es verfügt ebenso über Rahmenbedingungen für die Produktion – Kapazitäten und Steuerung derselben – und erzeugt warenförmige Produkte. Und diese Waren, das sind wir, alle Studierenden.

„Studienplatzfinanzierung“ ist ein Euphemismus

Während sich alle Organisationen, auch jene die sich kritisch zum ausgeführten Sachverhalt äußern, von der Begrifflichkeit „Studienplatzfinanzierung“ einlullen lassen, meinen wir, dass dieser Begriff nicht zur Beschreibung dieser Maßnahmen vertretbar ist. Es geht nicht darum, ausreichend Studienplätze zu finanzieren, es geht darum, Studienplätze künstlich zu verknappen und darum, nur jene Wissenschaft zu fördern, die dem herrschenden System opportun ist. Tatsächlich geht es jedoch darum, wirtschaftliche Mechanismen in dem Unternehmen Universität zu verankern, also Produktionskapazitäten festzulegen. Daher gilt es, sich nicht in die Meinungsmache von Parlamentsparteien und Rektoraten einzureihen sondern das zu sagen, was ist: Die Studienbewirtschaftung verankert nicht nur eine staatliche Einschränkung von Wissenschaften auf den Universitäten, viel mehr geht es darum, jene Konkurrenz, die bereits zwischen den Universitäten, Standorten und Ländern herrscht, auch in die Universitäten zu tragen.

Ellbogen ausfahren!?

Bei der Durchsetzung des Konkurrenz-Prinzps setzt sich die Top-Down-Struktur fort: Sind die Nationalstaaten der Standort-Konkurrenz unterworfen, ist es innerhalb der EU laut Lissabon-Vertrag die Konkurrenz auf dem Wissenschaftsmarkt. Der Hintergrund der Universitätsautonomie ist, dass die Regierung seit dem UG 02 kein Globalbudget mehr für die Universitäten zur Verfügung stellt, sondern dass die einzelnen Universitäten um das Budget konkurrieren (je nach den Zieldefinitionen des Ministeriums über das sogenannte Formalbudget). Was bisher nur in Ansätzen funktioniert hat, ist Konkurrenz zwischen den Studierenden hervorzurufen. Sicher gibt es in übervollen Hörsälen immer wieder mal den Ruf danach, Kolleg_innen rauszuwerfen. Konsequenz der geplanten Studienplatzbewirtschaftung ist jedoch, dass sich die Studieninteressierten in allen Fächern um die beschränkten Studienplätze zu prügeln haben. Und die Voraussetzungen für diesen verordneten Wettbewerb sind nicht für alle Beteiligten die selben: Nach wie vor werden Bildungsniveaus vererbt und Studieninteressierte aus dem Nicht-EWR-Ausland müssen künftig doppelte Studiengebühren zahlen. So schließt hierzulande die Bildungspolitik nahtlos an die rassistische Migrationspolitik an, eine Politik die Parteien betreiben, die – an ihren eigenen bürgerlichen rechtsstaatlichen Maßstäben gemessen – kriminelle Organisationen darstellen. Derartige Organisationen werden in den österreichischen postfaschistischen Herrschaftsbefindlichkeiten jedoch nur bei NGO’s und in der Linken ausgemacht.

Solidarität und Widerstand gegen die kapitalistischen Zustände und das Konkurrenz-Prinzip!

Trotz aller vergangenen Niederlagen gilt es dem bildungspolitischen Rückbau unter autoritär-neoliberalen Vorzeichen entgegenzutreten. Dieser trifft nicht nur die Lebensrealitäten junger Leute und befördert die untragbaren sozialen und politischen Herrschaftsstrukturen, sondern schwächt die Linke insgesamt auf verschiedenen Ebenen.

Hört auf zu studieren, fangt an zu begreifen!

Demo gegen die Studienplatzbewirtschaftung, Konkurrenz, Rassismus und autoritären Kapitalismus:

Mittwoch, 5.12.

Treffpunkt 16:00 Uni Wien

Für den Kommunismus!

KSV-LiLi

Erstes offenes Treffen der öKo-Lili

Am Mittwoch den 29.6. findet um 18:00 im Haus der Studierenden (HdS) das erste offene Treffen der öKo-Lili statt. Im Vordergrund soll das gegenseitige Kennenlernen, das Vernetzen und der Austausch von Ideen stehen. Wie können wir an der BOKU und darüber hinaus, systemüberwindende, feministische und emanzipatorische Perspektiven entwickeln und implementieren? Wer kann uns dabei helfen, und vor allem, wie schaffen wir es Spaß daran zu haben?

Erstes offenes Treffen der öKo-Lili!

Wir wollen eine herrschaftsfreie Welt. Ein selbstbestimmtes Leben. So zumindest war die Botschaft, die wir im Wahlkampf verkauft haben. Sind das leere Phrasen? Utopische Träumereien? Keineswegs. Aber in einer Gesellschaft, wo dermaßen vieles, dermaßen beschissen läuft, weiß man ja erst gar nicht wo man anfangen soll. Retten wir die Biodiversität. Die fruchtbaren Böden. Stoppen wir den Klimawandel. Machen wir endlich was gegen den tödlichen Hunger in dieser Welt. Wehren wir uns gegen die Streichung der Familienbeihilfe. Werfen wir endlich die ganzen scheiß Nazis, Sexisten und korrupten Arschlöcher aus dem Parlament. Reißen wir alle Grenzen nieder, an denen täglich Menschen sterben, weil sie die falsche Staatsbürgerschaft haben. Ob ökologische oder soziale Krise – das größte Problem ist das Brett vor den Köpfen der Menschen, auch nur einen Zentimeter über den kapitalistischen Tellerrand „aber das können wir uns ja nicht leisten“ hinaus zu denken. Wir sind der festen Überzeugung, dass eine Gesellschaft, in welcher der Mensch wieder im Mittelpunkt steht nicht nur notwendig, sondern auch möglich ist. Wir nennen diese anstrebenswerte Gesellschaft den Kommunismus.

öKo-Lili versucht all die oben beschriebenen Kämpfe und noch viele mehr im Einsatz für eine emanzipierte Gesellschaft zu vereinen. Und dies ist keine leichte Aufgabe. Der Spagat zwischen radikaler Kritik und realer Politik. Zwischen wegsehen und sich selbst fertig machen. Zwischen irgendwelchen Spinnern die Faschisten mit Liebe umhüllen möchten, Menschen, die glauben durch ihren all morgendlichen Fair-Trade Kaffee die Welt zu retten, und Linken, die absolut keine Ahnung von natürlichen Kreisläufen und der ökologischen Krise haben. Aber wir wollen das schaffen. Wir wollen es zumindest versuchen.

Dies passiert allerdings nicht von alleine. Denn die Tat ist niemals die Folge von Festreden. Und dieser Wahlkampf war eine einzige, lange, regenbogenfarbene Festrede. Aber auch ein Aufruf. Sich zu vernetzen. Nicht alles über einen ergehen zu lassen. Sich fundierte Kritik an herrschenden Verhältnissen anzueignen. Vorzuleben, wie wir es anders, es besser machen könnten. Und deshalb wollen wir uns treffen.

Am 29.6 um 18:00 wird das erste offene Treffen der öKo-Lili in den ehrenwerten, selbstverwalteten Räumlichkeiten des Haus der Studierenden stattfinden.

Für alle interessierten Menschen wollen wir zuerst unsere Grundsätze vorstellen, die wir alle zusammen mittragen sollten. Wir sind eine pluralistische Gruppe, müssen nicht immer einer Meinung sein, haben den Anspruch auch die eigene Gruppe nicht von Kritik auszunehmen. Gewisse Dinge stehen jedoch bei uns außer Frage. Linke Politik ist feministisch. Kapitalismus ist scheiße. Es werden Menschen vom KSV-Lili dabei sein, um euch ein Bild von jenen zu vermitteln, die mit uns unter einer Decke stecken. Aber am wichtigsten ist es uns, uns einfach kennen zu lernen und darüber zu diskutieren, was wir alles gemeinsam anreißen können und wo wir uns gegenseitig unterstützen können.

Liebe Grüße