öKo-LiLi und die Muthgasse

2011 erreichten wir bei den ÖH-Wahlen an der BOKU 113 Stimmen. 25 davon, wurden in der Muthgasse abgegeben. Wenngleich unsere drei Kandidat_innen allesamt UBRM studieren, sehen wir uns auch an der Muthgasse als Angebot an Menschen, die gerne in Systemen denken, aber nicht akzeptieren, dass dieses Denken aufhören soll, wo die Gedanken zu radikaler Kritik werden. Warum sollten also LBTler_innen, KTWWler_innen und sonstige Techniker_innen öKo-LiLi wählen?

Für eine Demokratisierung der ÖH-BOKU von unten!
Wir streben eine verstärkte Einbindung der Studienvertretungen in die Arbeit der ÖH-BOKU an. Wir wollen Studienvertretungen, die unabhängig agieren können und die möglichst viele engagierte Menschen in ihrer Arbeit einbinden. Initiativen wie den LBT Nährboden, die über das „klassische“ Modell der fünf Studienvertreter_innen hinausgehen, finden wir super und wollen wir weiter unterstützen. Dabei setzen wir nicht auf top-down Prozesse sondern versuchen gute Rahmenbedingungen für die Selbstorganisation, abseits von Einmischung und Instrumentalisierung, bereit zu stellen. Dazu zählt auch unser kompromissloser Einsatz für den Erhalt von studi-verwalteten Flächen wie die MuGa-Lounge.

Technik für die Bedürfnisse der Menschen
Wir fördern eine kritische Auseinandersetzung mit der Gesellschaft, in der wir leben. Hier und heute sterben tausende Menschen, weil sie sich nichts zu essen leisten können und/oder keinen Zugang zu sauberen Trinkwasser haben. Wir wollen ein System, in dem Brot nicht für jene gebacken wird, die hungrig sind, sondern für jene die es bezahlen, lieber heute als morgen überwinden. Ähnlich verhält es sich mit der Technik. Im Kapitalismus steht nicht der Gebrauchswert eine Ware, also der Nutzen für die Menschen im Vordergrund, sondern der Tauschwert, also die wirtschaftliche Verwertbarkeit. Wir sehen in der technologischen Entwicklung zwar kein Allheilmittel, glauben aber, dass sie mehr als notwendig ist um ein schönes Leben für möglichst viele Menschen auf unserem Planeten zu ermöglichen. Wir wollen Technische Entwicklung und Technologien, die dem Menschen und seinen Bedürfnissen dienen und nicht der Kapitalverwertung! Für die Behandlung ökologischer Krisentendenzen brauchen wir ressourcenschonende Technik und schlussendlich die Überwindung des wachstumsbasierten kapitalistischen Systems! Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen können wir nicht mir nichts dir nichts über den Haufen werfen; wir stehen jedoch für eine ÖH –BOKU die emanzipatorische Technik thematisiert und fördert.

Die Fachschaftsliste und ihre zweifelhafte Einstellung zur Esoterik
Die Fachschaftsliste hat seit zwei Jahren die absolute Mehrheit an der ÖH-BOKU. Für richtungsweisende Entscheidungen und Umsetzung von Projekten ist sie also auf niemanden anderen angewiesen. Kritik und Widerspruch kann seelenruhig übergangen werden. Das Motto der letzten zwei Jahre war dabei „macht was ihr wollt, aber macht was“. Diese komplette inhaltliche Diffusität führte zu manchen Kuriositäten. Eine davon war ein merkbarer Schwerpunkt von Projektförderungen im Bereich der Homöopathie und Esoterik. Zwei Homöopathie-Workshopwochenenden und ein Dragon-Dreaming-Seminar wurden durch gewunken. Kostenpunkt: etwa 4000 Euro.. Jede_r der oder die sich mit Globulis zu dröhnen will, soll das ruhig machen. Als ÖH-Fraktion wollen wir esoterischen Humbug jedoch nicht fördern, sondern zu einer kritischen Auseinandersetzung beitragen. Wir von öKo-LiLi setzen uns für eine progressive und emanzipatorische ÖH ein.

Damit wir in diesem Sinne weiter tätig sein können brauchen wir deine Unterstützung: öKo-LiLi in die Universitätsvertretung wählen!